Freitag, 1. November 2013

Dateiformate / Fotos in RAW aufnehmen

Das Fotografieren im Rohformat garantiert höchste Erhaltung aller aufgenommener Informationen in der Bilddatei. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Fotos direkt nach der Aufnahme besser aussehen. Erst beim Nachbearbeiten entfalten die Raw-Bilder ihre wahre Stärke und zeigen die „verborgenen Schätze“ (falls diese „Schätze“ überhaupt fotografiert wurden J). Bei der Aufnahme muss man genauso versuchen alle möglichen Störfaktoren noch vor dem Auslösen auszuräumen. Dennoch „verzeiht" eine Aufnahme in RAW dem Fotografen manche kleine Fehler. Zum Beispiel lassen sich leichte Belichtungskorrekturen noch ohne sichtbare Qualitätsänderungen durchführen.
  • Nachträgliche Belichtungskorrekturen bis ca. +/- 2EV Stufen sind ohne großer Einbußen möglich
  • Farbtiefe von 12Bit bzw. 14Bit je Farbkanal garantiert Höchstmaß Helligkeitsnuancen. Müssen z.B. später Schattenbereiche im Bild aufgehellt werden, so stehen viel mehr Tonwerte zur Verfügung um diesen Bereich zu „strecken“. Diese Bereiche im Bild sehen nach der Bearbeitung nicht so „matschig“ aus.
  • Dynamikumfang der Aufnahme ist höher. Es können viel mehr Bildinformationen in Schatten und Lichter wiederhergestellt werden.
  • RAW-Dateien werden ggf. höchstens verlustfrei komprimiert. Dabei gehen angeblich keinerlei Bildinformationen verloren.
  • RAW-Dateien sind wie „digitale Negative“. Von ihnen lassen sich JPEG-Bilder in vielen unterschiedlichen Bearbeitungsversionen erstellt werden. Das Negativ selbst bleibt stets unverändert.

Da jede Medaille zwei Seiten hat, möchten auch die Nachteile des Fotografierens in RAW nicht unerwähnt bleiben: 
  • Beim Aufbereiten der JPEG-Bilder korrigiert die Kameraelektronik einige Bildfehler wie VignettierungVerzerrungenChromatische Aberrationen. Diese Arbeitsschritte entfallen bei RAW-Dateien, das bedeutet all diese Korrekturen müssen bei Bedarf vom Anwender selbst vorgenommen werden, was einen gewissen Zeitaufwand mit sich bringt.
  • Auch die Standardschritte wie Setzen des Weißabgleiches, korrigieren der Kontraste und Helligkeit, Entrauschen und Nachschärfen müssen auf jede Rohdatei vom Nutzer angewendet werden. Viele Rohkonverter (Übersicht bei DSLR-Forum)  bieten zwar Automatisierungslösungen, mit den man mehrere Dateien gleichzeitig bearbeiten kann, diese Methode ist jedoch nur mit Vorsicht zu genießen, weil gleiche Änderung auf unterschiedlichen Aufnahmen auch unterschiedlich aussehen kann.
  • RAW-Bilder benötigen viel mehr Speicherplatz. Dies muss beim Kauf von Speicherkarten aber auch des Computers (Festplatte) berücksichtigt werden. Die großen Bilddateien erfordern auch mehr Ressourcen (Arbeitsspeicher, Prozessorleistung) beim Bearbeiten der Fotos am Computer.
Wenn Sie eine Aufnahme in RAW machen und danach das Foto am Kameradisplay kontrollieren, sehen Sie nicht das RAW-Bild selbst, sondern eine Art JPEG-Vorschauversion. Hier müssen Sie folgendes berücksichtigen:
  • Überbelichtete Bereiche fallen in RAW-Bilder geringer aus als in JPEG-Vorschauversion. Da JPEG mit 8 Bits je Farbkanal arbeitet, gehen in den Lichtern viel schneller Bildinformationen verloren als bei RAW-Daten. Deswegen blinken die überbelichtete Bereiche am Kameradisplay größer als sie tatsächlich sind. Achten Sie auf diese Bereiche beim Fotografieren und versuchen Sie ein Gefühl zu entwickeln ab wann es tatsächlich für die RAW-Bilder kritisch wird.
  • Die im Kameramenü vorgenommenen Einstellungen für JPEG werden nur auf das Vorschaubild angewendet (Weißabgleich, Kontrast, Sättigung, Schärfe etc.), nicht auf das RAW-Bild. Diese Veränderungen können eine objektive Bildkontrolle beeinträchtigen. Stellen Sie den Bildstill nach Möglichkeit auf Neutral ein, wenn Sie in RAW fotografieren.


Dateiformate / Fotos in JPEG aufnehmen

Fotografieren in JPEG (Joint Photographic Experts Group) zeichnet sich durch folgende Aspekte positiv aus: 

  • Das Wichtigste ist – sobald Sie ausgelöst haben, haben sie ein fertiges Bild. Es bedarf keine Entwicklung oder sonstige Nachbearbeitung um angeschaut oder ausgedruckt zu werden.
  • Da JPEG-Dateien komprimiert werden, benötigen sie viel weniger Speicherplatz als bei Rohaufnahmen. Beispielsweise passen mehr als 1000 Fotos (bei bester Qualitätseinstellung) auf meine 8GB-Speicherkarte statt nur knapp 400 Bilder aufgenommen in RAW-Format. Stelle ich eine kleinere Dateigröße bei immer noch bester Qualität ein, so würden etwa 6000 JPEG-Bilder auf der Speicherkarte Platz finden.
  • Leichte Nachbearbeitungen am Computer lassen sich auch auf JPEG-Dateien ohne Weiteres anwenden. Mit Steigendem Umfang der Nachbearbeitung muss jedoch mit Verschlechterung der Bildqualität gerechnet werden.


Wollen Sie die Fotos am Computer intensiv nachbearbeiten – fotografieren Sie in RAW!

Leider bringt das Fotografieren in JPEG nicht nur Vorteile mit sich: 
  • Nachteilig bei Arbeiten mit JPEG muss die Komprimierung erwähnt werden. Es ist nicht möglich eine JPEG-Datei zu speichern ohne diese zu komprimieren, d.h. bei jedem erneuten Speichern (das erste mal in der Kamera) gehen Bilddetails und somit die Qualität verloren.
  • Tonwertumfang. Desweiteren werden bei JPEG-Dateien für Speicherung der Bildinformationen 8 Bits je Farbkanal (Rot, Grün und Blau) verwendet. Daraus ergeben sich maximal 256 mögliche Helligkeitsabstufungen zwischen 0 (keine Farbe) und Maximum (volle Sättigung). Bei Rohdateien stehen 12 Bits (4096 Farbnuancen) oder gar 14 Bits (16384 mögliche Abstufungen) je Farbe zur Verfügung. Diese hohe Farbtiefe lässt beim Bearbeiten der RAW-Dateien viel größere und genauere Änderungen zu, ohne dass die Bildqualität merklich nachlässt. 

Beim Fotografieren sollten alle möglichen negativen Faktoren noch vor der Aufnahme erkannt und beseitigt werden. Dies gilt besonders beim Arbeiten mit JPEG, da jede nachträgliche Änderung sich negativ auf der Bildqualität auswirkten kann.




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Welches Objektiv? Treubleiben oder Fremdgehen?

Grundsätzlich gibt es keine Bedenken Objektive anderer Hersteller für Ihre Kamera anzuschaffen. 
Die in vielen Foren immer wieder erwähnte Qualitätsstreuung konnte ich persönlich noch nicht nachvollziehen. Sollte der Fall eintreten, kann das Objektiv auf Garantie justiert bzw. ersetzt werden.

Die Aussage, dass Fremdanbieter Objektive mit schlechterer Abbildungsleistung herstellen, kann ich ebenfalls pauschal nicht bestätigen.
Es geht viel mehr um die Frage:

„Ist dieses konkrete Modell eines konterten Herstellers gelungen oder nicht?“

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, lesen Sie Labormessergebnisse oder Bewertungen der Anwender im Internet bzw. in Zeitschriften. Folgend einige Links zu den Laborbewertugns-Unternehmen (english):


Folgend noch ein Paar Worte zu den mir bekannten Drittanbietern für Objektive.

Firma Carl-Zeiss ist ein Profi auf diesem Gebiet. Die Objektive liefern ein Höchstmaß an Abbildungsleistung und sind sehr hochwertig verarbeitet, leider zum entsprechend stolzen Preis. Der einzige Grund, warum Carl-Zeiss Objektive bisher nicht auf meiner Wunschliste aufgeführt waren, ist der fehlende Autofokus. Ich kann mich einfach (noch J) nicht mit dem Gedanken anfreunden, auf die moderne und hilfreiche Autofokusfunktion meiner Kamera verzichten zu müssen.

Objektive des Herstellers Sigma decken einen enormen Brennweiten-Bereich ab, in Zoom- Ausführung sind Brennweiten bis 800mm möglich. Makroobjektive von Sigma sind bekannt für ihre hohe Schärfe. Der Ultraschallantrieb für Autofokus (HSM) kann sich zwar nicht ganz mit dem der AF-S Objektive (in Punkto Präzision bei gleich schneller Geschwindigkeit) messen lassen, ist dennoch akzeptabel schnell und leise im Betrieb. Die Verarbeitungsqualität ist ebenfalls für meine Ansprüche völlig akzeptabel (Einen Sturz aus dem Regal auf Holzboden überlebt ein Nikon-Profi-Objektiv ohne Schäden auch nicht – hab bereits unbeabsichtigt getestet J).
Sigma bietet auch Kitobjektive an, die oft eine etwas höhere Lichtstärke zum vergleichbaren Preis liefern (z.B.: Sigma 17-50 f1:2,8-4,5). Die für APS-C-Kameras berechnete Objektive bei Sigma tragen Kennzeichnung „DC“ wobei die für Vollformatkameras geeignete Modelle mit Kürzel „DG“ gekennzeichnet sind.
Die Elitegruppe aus dem Hause Sigma trägt den Kürzel „EX“ am Gehäuse. Auch Lichtstarke Zoomobjektive für Profianwendungen findet man bei Sigma (z.B.: 24-70 f/2.8 oder 70-200 f/2.8).
Der Preis für manche Sigma-Objektive liegt sogar über dem des entsprechenden Models des Originalanbieters (z.B..: Sigma 50mm f1:1,4 HSM). In der Regel jedoch stellt Sigma eine günstigere Alternative dar.


Firma Tamron stellt ebenfalls hervorragende Objektive her. Die Superzoomvariante
16-300 3,5-6,3 VC PZD liefert überraschend gute Abbildungsleistung und verfügt über effektiven Bildstabilisator (VC - Vibration Compensation). Dieses Objektiv eignet sich hervorragend für Reisefotografie.
Tamron- Makroobjektive liefern ebenfalls hervorragende Schärfe und weisen ein sehr angenehmes Bokeh-Verhalten auf.
Einziges Manko, den ich bisher bei älteren Modellen von Tamron feststellen konnte, ist der langsame und relativ lauter Autofokusantrieb. Dies hat auch der Hersteller erkannt und brachte zu seinem 60-ten Firmenjubiläum (2010) das ultraschalangetriebene Teleobjektiv 70-300mm VC raus. 
Vollformatgerechte Objektive von Tamron tragen die Bezeichnung „Di“ am Gehäuse. Objektive, die nur für Dx (APS-C) Bildsensoren geeignet sind, sind mit „Di II“ gekennzeichnet. Besonders hochwertige Objektive für professionelle Zwecke tragen den Kürzel „SP“ (Super Performance).
Preislich liegen Tamron-Modelle teils weit unter den aus dem Hause Nikon.


Hersteller Tokina bietet ebenfalls Objektive für Spiegelreflex-Kameras an.
Die mit „PRO“ gekennzeichnete Objektive liefern besonders hohe Abbildungsleistung und sind für professionelle Anwendungen vorgesehen.
Modelle, geeignet für Vollformat-Kameras, sind mit „D“ gekennzeichnet. APS-C optimierte Modelle tragen die Kennzeichnung „Dx“.
Was die Abbildungsleistung und Verarbeitungsqualität der Tokinaobjektive angeht, kann ich mangels eigenen Erfahrung leider keine Aussage machen. Vertraut man den Beiträgen in Internetforen, so bietet Tokina ebenfalls eine sehr gute und preisgünstige Alternative zu Originalobjektiven an.

Für einen extrem preisbewussten Anwender lohnt sich ein Blick auf Angebote des Anbieters Walimex (www.foto-walser.de).
Die angebotenen Objektive verfügen zwar über keinerlei Elektronik, bestechen jedoch durch unschlagbar niedrigen Preis und weisen sehr gute Abbildungsleistungen auf. Bei Verwendung dieser Objektive steht weder Autofokus gar nicht und die Belichtungsmessung evtl. nur beschränkt zur Verfügung. 

Objektiv zum Wechseln. Wozu der Wechsel-Umstand?

In der letzten Zeit gewinnen die so genannten Superzoom-Objektive immer mehr an Aufmerksamkeit. Braucht man dann noch überhaupt ein Wechselobjektiv und wofür sind die Festbrennweiten da?
Diese Frage kann nicht ohne Weiteres beantwortet werden.
Zunächst mal müsste man für sich klar stellen, für welchen Zweck man ein Objektiv braucht.

Für Reisefotografie wäre solch ein Zoomriese, wie z.B.:
Tamron 16-300 1:3,5-6,3 VC PZD in Verbindung mit einer APS-C Kamera durchaus sehr empfehlenswert. Diese Optik deckt einen enormen Brennweitenbereich ab zwischen einem guten Weitwinkel (ca. 24mm Kleinbild äquivalent) bis zum Telebereich von ca. 450mm. An alter analogen Kleinbildkamera müsste man ein ca. 24-450mm Objektiv einsetzen um Aufnahmen vom gleichen Ausschnitt machen zu können. Desweiteren verfügt dieses Objektiv über einen Stabilisator (VC – Vibration Compensation), der dem Fotografen das Fotografieren aus der Hand deutlich erleichtert und manchmal sogar erst ermöglicht. Zumal dieses Objektiv meine persönlichen Erwartungen an AbbildungsLeistung übertroffen hat J.
So ausgerüstet ist man sehr kompakt unterwegs und gleichzeitig flexibel ausgestattet.


Einen Hacken hat die ganze Sache aber doch noch. Die Lichtstärke des Objektivs geht mit der steigenden Zoomstellung verloren. Bei 300mm lässt die Optik fast nur noch 1/4 des Lichtes durch im Vergleich zur Weitwinkelstellung (bei 16 mm). Dieser Verlust muss entweder durch längere Belichtungszeit oder durch Erhöhen der ISO-Zahl kompensiert werden. Letzteres führt bei hohen Werten unweigerlich zum Bildrauschen. Die Belichtungszeit lässt sich nur bei Verwendung eines Stativs und bei Aufnahme von unbewegter Objekte beliebig erhöht werden, anders werden Objekte auf den Bilder verschwommen dargestellt. Beim Fotografieren aus der Hand gilt in Etwas die Regel: Belichtungszeit sollte gleich oder kürzer als der Kehrwert der Brennweite gewählt werden, beim Maximalzoom (300mm) – also ca. 1/300s oder kürzer. Dank Stabilisator sind jedoch Aufnahmen mit kürzerer Belichtungszeit (hier: evtl. bis ca. 1/60) noch möglich.
 Selbst in Weitwinkelstellung verfügt das Objektiv nicht über besonders hohe Lichtstärke. Die kleinste verwendbare Blendenzahl beträgt 3,5 (entspricht der maximal möglichen Blendenöffnung). Verglichen mit einem lichtstarken Festbrennweitenobjektiv (z.B.: 24mm 1:1,4) lässt der Superzoom in Weitwinkelstellung fast nur noch 1/8 des Lichtes durch. 
Auf Reisen kann dieser Umstand jedoch etwas relativiert betrachtet werden, weil dort oft genug Licht zur Verfügung steht.

Mit der Lichtstärke (eigentlich mit den kleinen verwendbaren Blendenwerten von z.B.: 1,4) hängt noch eine weitere Eigenschaft des Objektives zusammen – die Möglichkeit Objekte durch geringe Schärfentiefe vom Hintergrund freizustellen. Während das Hauptmotiv (z.B.: Person im Vordergrund) absolut scharf abgebildet wird, sind die Objekte im Hintergrund verschwommen dargestellt und lenken nicht vom Hauptmotiv ab. Das Freistellungsvermögen eines Superzoom Objektives ist relativ gering, in vielen Situationen wird der Hintergrund ungenügend verschwommen gezeichnet. Auf Reisen kann jedoch auf diese „Kleinigkeit“ leicht verzichtet werden.

Kann man nun mit den oben genannten Nachteilen nicht leben, so muss wohl oder übel zu Objektiven mit höherer Lichtstärke gegriffen werden. Diese verfügen über weitaus geringere Zoomwerte (bis hin zur Festbrennweite), so braucht man mehrere Objektive um gleichen Brennweitenbereich abzudecken, z.B.:
Tamron 17-50 1:2,8; Tamron 28-75 1:2,8; Tamron 70-200 1:2,8; zusätzlich noch 1,4-facher Telekonverter um auf die Brennweite von ca. 300mm zu kommen. Dieser Satz an Optiken bedeutet ein Vielfaches an Kosten beim Kauf sowie Platz- und Kraftbedarf beim späteren Transport. Außerdem werden Sie oft in die Prädulie kommen, gerade das falsche Objektiv an der Kamera dran zu haben.
Deswegen bleibe ich bei der Empfehlung: Für Reisen nehmen Sie einen Superzoom

Betrachten wir mal den nächsten Bereich anhand eines Beispiels eines Berufsfotografen. Angenommen, seine Haupttätigkeit stellt Eventfotografie dar (Hochzeit, Taufe usw.) So muss der Fotograf viele Aufnahmen in Situationen mit wenig Licht machen, z.B. in der Kirche. Man könnte meinen, die besonders lichtstarken Objektive mit fester Brennweite wären hier die richtige Wahl. Doch ohne einer Zoommöglichkeit kommt der Fotograf nur schwer aus, schließlich darf er sich nicht frei überall in der Kirche bewegen (z.B.: Altarraum) um den passenden Ausschnitt zu erhalten. Außerdem sollte das Fotografieren nicht von der Zeremonie ablenken. Also kommen nur Zoomobjektive in Frage. Desweiteren eine enorme Lichtstärke von z.B.: 1.4 (erreichbar bei Festbrennweiten) nützt auf Grund der geringen Schärfentiefe nicht gerade viel, schließlich soll die nächste Umgebung des Brautpaars auch noch erkennbar sein. Also benötigen wir für diesen Fall Zoomobjektive mit moderater Lichtstärke. Hierfür bieten die Hersteller die sogenannte 2.8-er Reihe an. (z.B.: Nikon 14-24 f2.8; Nikon 24-70 f2,8; Nikon 70-200 f2,8). Objektive bieten einen ausreichenden Zoom und verfügen gleichzeitig über relativ hohe Lichtstärke, die über den gesamten Zoombereich konstant bleibt. Manche Fotografen legen sich ein Zweitgehäuse zu um mehrere Objektive mit unterschiedlichen Brennweiten nutzen zu können ohne des lästigen und zeitraubenden Wechselns.

Will der Fotograf nun das Brautpaar nach der Kirche in einem Park fotografieren, so greift er auf die extrem lichtstarke Festbrennweiten zurück um die Personen vom Hintergrund freizustellen. Hier hat er nämlich genug Platz und kann sich und das Brautpaar entsprechend positionieren.

Ist man als Hobbyfotograf nicht auf Fotografieren in einer Kirche und somit auf den Kauf der 2,8-ter Zooms gebunden, so kann ein Satz aus Objektiven mit Festbrennweiten von Empfehlung sein.
Beispielobjektive (z.B.: Nikon):
Nikon 24mm f1,4
Nikon 35mm f1,4
Nikon 50mm f1,4
Nikon 85mm f1,4
Nikon 105mm f2,0
Nikon 135mm f2,0
Nikon 200mm f2,0
Diese Objektive verfügen über extrem hohe Lichtstärke und somit alle Möglichkeiten um Schärfentiefe kreativ einzusetzen. 
Da Sie selbst als Hobbyfotograf Herr der Lage sind, können Sie den Abstand und Ihre Position an das entsprechend verwendete Objektiv anpassen und sind somit nicht auf Zoommöglichkeit angewiesen.
Selbstverständlich müssen Sie entsprechend oft wechseln und auch transportieren.

Das sind also die 3 groben Kategorien, in die ich als Thema „Objektiv zum Wechseln“ einordnen kann. Entscheiden Sie sich selbst, welche der Bereiche oder gar deren Mischung Sie ansprechen.

Sonntag, 27. Oktober 2013

Bezeichnungen der Zeiss - Objektive

Zeiss bezeichnet seine Objektive nach der für die Konstruktion verwendete Technologie.
  • Distagon Objektive mit unsymetrischem Linsenaufbau um dem Schwingspiegel die nötige Bewegungsfreiheit zu bieten. Weitwinkel-Obejktive von Zeiss werden nach dieser Technologie gefertigt.
  • Planar Objektive weisen einen symmetrischen Linsenaufbau auf. Diese Technologie soll helfen, optische Probleme wie chromatische Aberrationen sowie Astigmatismus zu reduzieren. Diese Technologie findet bei den Makroobjektiven Anwendung.
  • Sonnar Konstruktion um bei hohen Lichtstärken die möglichen Reflexionen im optischen System des Objektivs zu reduzieren. 
  • Tessar Objektive zeichnen sich durch hohe Schärfeleistung aus.

Samstag, 19. Oktober 2013

Bezeichnungen der Canon Objektive


  • USM (Ultra Sonic Motor) Moderne Objektive mit einem leisem, präzisen und schnellen und leisen Ultraschall-Autofokusantrieb
  • L (Luxury) Exklusive Qualität, griffiges Design, elegantes Finish – das sind die Features der Profi-Schiene (Analog zu N bei Nikon)
  • EF (Fullframe) Diese Objektive sind für Vollformatkameras (z.B. Canon 5D)von Canon geeignet
  • EF-S (Cropformat) Solche Obejktive können nur an den APS-C Kameras (z.B. Canon 1000D) verwendet werden.
  • EF-M (Systemkameras) Objektive, entwickelt für die Canon EOS M - Modellserie
  • IS (Image Stabilizer) Diese Objektive sind in der Lage Verwacklungen durch bewegliche Linsengruppen auszugleichen. Dadurch ist es möglich die um bis zu 4 Blendenstuffen verlängerte Belichtungszeiten zu verwenden ohne unscharfe Bilder zu erhalten. (Analog zu VR von Nikon, OS von Sigma und VC von Tamron)
  • II Generation des gleichen Objektivs
  • III Generation des gleichen Objektivs
  • Macro  (Makro) Objektive mit einem Abbildungsmaßstab bis zu 1:1. Sie beiten an der Naheinstellgrenze des Fokusbereichs besonders hohe Abbildungsleistung. Mkroobjektive liefern bereits bei Offenblende eine sehr hohe Leistung und werden ebenfalls in der Portraitfotografie gern eingesetzt.
  • MP-E (Lupenobjektiv 1:1 - 5:1) Hierbei handelt es sich quasi um ein Makroobjektiv mit besonders starker Vergrößerung. Objekte lassen sich in bis zu 5-facher Größe abbilden.
  • TS-E (Tilt & Shift) Zum Einen lassen sich mit diesen Objektiven die stürzenden Linien z.B: bei Architekturaufnahmen korregieren (Shift-Funktion). Desweiteren durch das Schwenken des vorderen Teils wird die Schärfeebene im Bild gekippt, wodurch geziehlt mehr oder weniger effektiven Schärfentiefe erreicht werden kann (z.B: Schärfeebene liegt auf der Blumenwiese). Dadurch, dass die Objektive besonders große und sorgfältig verarbeitet Linsen verwenden, zeichnen sie sich durch sehr hohe Abbildungsleistung aus. Aurofokus steht bei Objektiven deiser Art nicht zur Verfügung. Nikon bietet folgende PC Festbrennweitenobjektive an: Nikkor 24mm f3.5 PC Micro, Nikkor 45mm f2.8 PC Micro, Nikkor 85mm f2.8 PC Micro
  • Extender Telekonverter für Canon Objektive


Bezeichnugnen der Tokina Objektive


  • AS (Aspherical optics) Objektive enthalten asphärische linsen, mit welchen kissen- und tonnenförmige verzeichnungen, besonders bei Weitwinkelobjektiven, reduziert werden. (Analog zu ASP von Nikon und Sigma)
  • F&R (Front and Rear Aspherical optics). Weiterentwicklung mit asphärischen Linsen an der Front - und Rückseite des Objektivs.
  • SD (Super low DispersionDurch Einsatz dieser Speziallinsen werden die chromatischen Aberrationen im Objektiv reduziert (Analog zu ED von Nikon, APO von Sigma und LD von Tamron)
  • HLD (High-refraction, Low DispersionTechnologie um den Weitwinkelobjektiven bessere Abbildungsleistung zu gewähren
  • MC (Multi CoatingOberflächenvergütung der Linsen um Reflektionen zu reduzieren.
  • FE (Floating Element SystemObjektiv mit "schwebenden" Linsen um Abbildungsleistung auf unterschiedlichen Fokuseinstellungen zu optimieren
  • IF (Internal Focus System Bei Fokussierung werden in bjektiven dieser Art nur kleine Linsen /-gruppen im Inneren des Objektivs bewegt. (Analog zu IF von Nikon, Sigma und Tamron)
  • IRF (Internal Rear Focus SystemZur Fokussierung werden kameraseitig liegende Linsen bewegt. (Analog zu RF von Nikon und Sigma)
  • FC (Focus Clutch MechanismDer von Tokina patentierte Mechanismus um zwischen automatischen und manuellen Fokussierung umzuschalten.
  • One Touch  FC (One Touch Focus Clutch MechanismVerbesserung der FC - Technologie
  • FX Geeignet für Follformatigen digitalen Spiegelreflexkameras. (Analog zu DG von Sigma und Di von Tamron)
  • DX Nur für Kameras mit APC-S Format geeignet (Analog zu Dx von Ninon, DC von Sigma und Di II von Tamron)
  • PRO (ProfessionalBesonders robuste Objektive mit hoher Abbildungsleistung und Leistungsfähigem Autofokus für professionelle Anwendung. Geeignet für Follformat-Kameras. (Analog zu N von Nikon, EX von Sigma und SP von Tamron)
  • WR (Water Repellent Optical CoatingWasserabsorbierende Linsenbeschichtung. Verringert Verschutzung der Frontlinse und erleichtert deren Reinigung